Sexualität in ihrer höchsten Form soll nicht leichtfertig genossen werden. Durch sie wird der ganze Mensch, Sinne, Geist, Seele gleichsam in seinem Brennpunkt konzentriert und von einem gewaltigen Erlebnis erschüttert. Ein orthodoxer Tantriker glaubt, dass Mann und Frau zwei verschiedene Pole kosmischer Energie besitzen, die während des Koitus vereinigt werden. Dadurch erfährt das Paar eine Erneuerung der Lebenskraft, denn es nimmt mehr kosmische Energie auf als durch normales Atmen. Mag dies wörtlich oder symbolisch gemeint sein, eine glückliche sexuelle Erfahrung kann uns für Tage, vielleicht für Wochen, vielleicht für immer verändern. Wir können erwachen mit einem neuen Bewusstsein, mit gesteigerten schöpferischen Kräften oder so sehr in den Partner vertieft sein, dass es uns unmöglich ist zu arbeiten. Die Wirkung dieser Kräfte hängt davon ab, was wir aus ihnen machen.
Eine Bronzeplastik aus Katmandu verkörpert dies in besonders starkem Maße. Die Göttin birst vor Energie und Verlangen, ihren Gott zu berühren. Ihre Finger sind ausgestreckt und berühren die seinen, ihre Zunge begehrt nach seinem Mund, und ihre Augen versenken sich in die seinen, während er in ihren Körper eindringt und ewig in ihm verweilt. Ihre Beine umschlingen seinen Leib, eine Hand fasst nach seiner Schulter. Er steht auf einem Bein, in kosmischem Tanz, einen Arm um ihre Taille gelegt. Beide Gesichter strahlen höchste Wonnen aus.
Diese Ikone zeigt, wie Tantriker auf der höchsten Stufe Gott verehren; manchmal stehend, manchmal sitzend, meist jedoch zusammen liegend, tief in eine sexuelle Umarmung verschlungen.
Ein tantrisches Sexritual zur Verehrung Gottes ist das beste Beispiel für den »Pfad der Freude«. Die Erfahrung dieser Gottesverehrung kann unser spirituelles wie unser sexuelles Leben bereichern. Wer die richtige Einstellung hat, wird dies begreifen. Wenn man an das folgende Ritual mit Pietät und ohne falsche Scheu herangeht, werden fremde Wörter und Sätze nicht stören.
Sollten aber die indischen Ausdrücke Ihnen ungewöhnlich und fremdartig erscheinen, so verwenden Sie Ihre eigenen persönlichen Worte der Liebe und Zärtlichkeit. Fahren Sie mit diesem Ritual nicht fort, wenn Sie befangen sind. Sie müssen bereit sein, sich befreien zu lassen. Wenn Sie sich gehemmt fühlen, lesen Sie weiter, und versuchen Sie dieses Ritual erst später.
Es handelt sich hier um das »Panchatattva«, ein Geheimritual aus Bengalen, das wir leicht abgeändert haben, um den Bedürfnissen des westlichen Menschen gerecht zu werden. Die einzelnen Elemente sind in den Lehren der einzelnen Gurus und in den verschiedenen Teilen tantrischer Welt, Indien, Nepal oder Tibet unterschiedlich.
Übung: Das »Panchatattva«
Die erste Überlegung ist die Auswahl des rituellen Geschlechtspartners, der Shakti (Frau, Göttin) oder des Shakta (Mann, Gott). Der Partner kann eine Ehefrau, ein Ehemann sein oder jemand, der nur für diese sexuelle Vereinigung rituell geheiratet wird. Während der rituellen Vereinigung verkörpert der Mann den Gott Shiva und die Frau die Göttin Parvati. Die Wahl des Partners soll nicht leichtfertig erfolgen; wählen Sie jemanden, den Sie verehren und sexuell begehren.
Diese sakramentale Handlung kann zwar zu jeder beliebigen Tageszeit vorgenommen werden, doch liegt die beste Zeit zwischen 19 Uhr und Mitternacht.
Die Tantras empfehlen, das Ritual niemals in völliger Dunkelheit zu beginnen. Wählen Sie einen Raum, der sauber, gut durchlüftet und von freundlicher Atmosphäre erfüllt ist.
Spirituelle Körpererfahrung
Die Temperatur sollte so sein, dass sie dem Paar erlaubt, für mindestens eine Stunde nackt zu bleiben. Spiegel geben Ihnen Gelegenheit, die schönen Bewegungen Ihrer Körper zu bewundern. Es hebt die Stimmung, wenn im Winter Fell und im Sommer Satin auf dem Bett liegt. Sollten Sie frische Blumen zur Verfügung haben, stellen Sie sie auf.
Bevor das Ritual beginnt, werden eine Reihe symbolischer Gegenstände auf ein Tuch aus feinem Stoff gelegt:
* Ein Teller oder ein Tablett mit kleinen Stückchen frisch gekochtem Fleisch, Fisch, Brot oder gekochtem Reis, in Bengalen außerdem Kardamomsamen, der hier schwer zu bekommen sein dürfte. * Zwei Gläser und ein Tonkrug mit frischem kalten Trinkwasser. * Eine Karaffe mit Wein oder einem anderen alkoholischen Getränk. * Ein Leuchter mit zwei Kerzen.
Moschusessenz oder irgendein anderes gutes Parfüm.
Alle Gegenstände haben symbolische Bedeutung. Nach den heiligen Schriften verkörpern sie, im Rahmen des Rituals der körperlichen Vereinigung, das gesamte Universum.
Wein symbolisiert, gemäß einem Tantra, das Element Feuer. Er bedeutet schöpferische kosmische Energie, die dem Menschen Freude bringt und Sorgen vertreibt. Er löst seine Hemmungen und bringt ihn näher an den strahlenden Kern heran.
Fleisch steht für das Element Luft und verkörpert außerdem alles tierische Leben. Es erinnert den Menschen an seinen Ursprung in der Natur und regt die Entwicklung des Körpers und Geistes an. Fisch steht
Entwicklung in sinnbildlichem Zusammenhang mit dem Element Wasser und verbindet uns mit dem Meeresleben. Er stellt die schöpferischen Kräfte des Lebens und den Pranastrom der Energie dar.
Getreide verkörpert das Element Erde und verbindet uns mit dem Pflanzenleben.
Das letzte und wichtigste Element der Verehrung ist die sexuelle Vereinigung selbst, in der sich die kosmische Energie zugleich als Grundsubstanz aller Schöpfung, als Ursprung der Welt und Wesen des Seins offenbart.
Das Paar kann vorher baden, doch ist es sinnvoller, wenn beide irr Bad sanft einander waschen. Seifen Sie sich gründlich ein, dann duschen und trocknen Sie jeden Teil des Körpers, wobei Sie den Füßen, den Genitalien und dem Schamhaar besondere Aufmerksamkeit widmen. Öffnen Sie die Vulva und ziehen Sie die Vorhaut zurück, falls nicht eine Beschneidung erfolgt ist. Achten Sie auf Sauberkeit.
Nach dem Bad reiben Sie einander mit parfümiertem Öl ein. Puristen nehmen gern für jeden Teil des Körpers einen anderen Duft, ich benutze einen einzigen, der auf einer Moschusgrundlage beruht. Der Duft sollte immer der gleiche bleiben, so dass er allein bei künftigen Vereinigungen schon vergangene Freuden heraufbeschwören kann. Massieren Sie den Nacken, die Arme, die Brust, den Bauch, die Oberschenkel und die Füße. Achten Sie darauf, die erogenen Zonen nicht zu berühren; das Parfüm könnte die zarte Haut reizen. Bei künftigen Ritualen sollte der Duft allein genügen, um Feuerströme von Begehren zu erwecken.
Die Shakti legt dann ein rotes Gewand aus dünner Seide oder feinem Leinen an, wenn möglich in der Farbe des Hibiskus, der symbolischen Blume des Tantra, oder in einem ähnlichen Farbton. Der Mann trägt einen Morgenmantel oder ein anderes Gewand aus Naturfaser, in jeder beliebigen Farbe.
Nun zündet der Mann die Kerzen an. Beide setzen sich in bequemer Haltung nieder. Ein orthodoxer Tantriker würde zur Vorbereitung Yoga-Übungen durchführen, doch dem westlichen Menschen sollte man nur Atemübungen empfehlen, durch die sich Spannung und Beklemmung lösen. Sobald Ihr Atem regelmäßig und tief ist, halten Sie ihn für sieben Sekunden an und konzentrieren sich auf das Muladhara Chakra oder Sexual-Zentrum, das zwischen dem After und den Genitalien liegt. Hier schlummert Kundalini, eine Form von Energie, dargestellt als zusammengerollte schlafende Schlange mit dem Schwanz im Mund. Ekstase tritt ein, wenn sie sich vollständig erhebt, um sich mit Shiva zu vereinen, der in Ihrem Kopf weilt.
Ziehen Sie die Schließmuskeln des Afters zusammen, um das Sexual¬ Chakra zu stimulieren.
Nun meditieren Sie über die schöpferische Vereinigung, die zwischen den zwei kosmischen Elementen, Bewusstsein und Energie — dargestellt durch den Gott Shiva und die Göttin Parvati, stattfindet. Wenn sich diese Vereinigung vollzieht, wird ein Lebensstrom durch Ihre Wirbelsäule hoch bis in Ihren Kopf jagen. Oder stellen Sie sich ihn vor.
Halten Sie den Atem an und stellen Sie sich Geschlechtsverkehr in Ihrer Lieblingsstellung vor, Stufe für Stufe, angefangen von der ersten Berührung.
Schenken Sie zwei kleine Gläser Wein ein. Heben Sie die Gläser und trinken Sie gemeinsam.
Füllen Sie die Gläser noch einmal bis zu einem Drittel. Nehmen Sie ein Stückchen Fleisch und wiederholen Sie die Namen der Gottheiten Shiva und Parvati mehrere Male. Wenn Sie im Gedächtnis behalten, dass Sie selbst diese Götter verkörpern, so verwenden Sie Ihre eigenen Namen. Essen Sie das Fleisch und trinken Sie den Wein aus.
Füllen Sie die Gläser nochmals bis zu einem Drittel und essen Sie ein kleines Stückchen Fisch. Dann essen Sie das Brot oder den Reis und beschließen das Mahl mit Wein.
Jetzt sollen Sie über Kundalini meditieren. Ein göttliches Bewusstsein in Ihrem Körper wird Sie später nicht nur wissen, sondern auch fühlen lassen, dass diese Substanz Energie ist.
Nun spülen Sie Ihren Mund mit Wasser aus und zerkauen Sie den Kardamomsamen, um Ihren Atem zu reinigen. Brechen Sie die äußere Schale auf. Betrachten Sie die zwei Hälften des Kerns, die ein Ganzes bilden, und denken Sie daran: Alle Schöpfung ist eine Einheit, die sich, wie die Tantras sagen, in der Natur als Dualität manifestiert.
Jetzt sind Sie bereit, ins Bett zu gehen.
Der Mann entkleidet seine Shakti und setzt sie auf die Kante der Liegestatt, während er vor ihr steht. Er stellt die Lampe so, dass das Licht auf den nackten Körper der Shakti fällt.
Er betrachtet sie mit Bewunderung und Ehrfurcht als seine Göttin und sagt ihr das. Sie ist das Rätsel der Schöpfung und das Geheimnis des
Lebens. »Sie ist die Erweckerin reinen Wissens und die Verkörperung aller Freude. «
Ehe er nicht von diesem Gedanken ganz erfüllt ist, wäre es sinnlos, mit dem Maithuna' fortzufahren, denn dann würde es sich nicht von einem normalen Geschlechtsverkehr unterscheiden.
Um sich selbst mit Shiva und dessen Gemahlin Parvati zu identifizieren und deren kosmische Vereinigung nachzuvollziehen, sagen beide auf bengalisch: »Shiva hum So'hum. « Das bedeutet: »Ich bin Shiva, ich bin sie. « Wenn Ihnen das fremdartig und unangebracht erscheint, sprechen Sie jeder des anderen Namen aus.
Der Mann legt seine Fingerspitzen auf den Körper seiner Shakti, um die dort schlafenden Kräfte zu wecken. Er soll ihr Herz, ihren Scheitel, ihre Augen sowie das symbolische Auge in der Mitte der Stirn, ihren Kehlkopf und ihre Ohrläppchen berühren. Dann führt er seine Hand zweimal rund um ihre Brustwarzen. Seine Finger gleiten weiter zu ihrem Nabel, ziehen einen leichten Kreis um ihn, dann zu ihren Oberschenkeln, Knien, Füßen und Genitalien. Hier öffnet er die Blumenblattlippen der Vulva (die Yoni) und betrachtet die tiefer werdende Farbe der inneren Teile. Wenn er sie mit der Zunge liebkost, erweckt er ihre Empfindung und steigert die Kraft der Erregung.
Dann kann der Mann Asche, Kum-Kum-Pudere oder einen anderen roten Puder nehmen und ihren Körper an verschiedenen Stellen markieren. Er benutzt dazu die ersten drei Finger jeder Hand und zieht drei parallele Linien (die Tripura), wie in vielen tantrischen Bildern gezeigt ist. Er markiert ihre Stirn, Brüste, Gürtellinie, ihren Bauch, Unterarme, Ellbogen und ihre Handgelenke.
Die Shakti tut desgleichen. Sie kniet zu den Füßen des Mannes und verehrt ihn als Gott Shiva. Sie markiert seinen Körper und berührt die empfindlichen Stellen mit ihren Lippen, besonders die Spitze des Penis.
1 Maithuna bedeutet sexuelle Vereinigung; gleichgültig ob symbolischer Natur oder tatsächlicher körperlicher Beischlaf. (Anm. d. Hrsg.)
2 In Indien-Läden erhältlich.
Das Tantra beschreibt das Erwecken mit diesen Worten: »Wenn Kundalini aufsteigt, dringt sie in jedes Blumenblatt ein, das sich dann aufrecht erhebt, während sie durchströmt. «
Nun legen Sie sich Seite an Seite auf das Bett, atmen regelmäßig und tief und vereinigen sich im Rhythmus Ihres Atems, ohne einander zu berühren. Das tief entspannte Atmen hilft Ihnen, Ihre wachsende Erregung auf den ganzen Körper zu verteilen.
Tantra Bilder und Skulpturen zeigen eine Reihe von Maithuna-Stellungen; besonders häufig die, bei welcher die Frau auf dem Mann sitzt. Für viele ist die bequemste Stellung jedoch die seitliche, deshalb empfehle ich diese für das erste Ritual. Wenn Sie Ihren Rücken durch Yoga-Übungen gestärkt haben, werden Sie vielleicht eine andere Stellung bevorzugen.
Halten Sie mit Ihren Körpern so engen Kontakt wie nur möglich: Brustwarzen und Brust zusammen, Augen geschlossen, Gesichter nah genug, dass einer den Atem des anderen einatmen kann, Hände und Finger innig ineinander verschlungen.
Nun, indem Sie völlig entspannt bleiben, teilt der Mann die Lippen der Yoni und führt sein Lingam (Penis) ein. Das Juwel ist in der Lotosblüte eine Anspielung auf das huddhistische Mantra » Om mani padme hum«.
Damit beginnt die heilige sexuelle Vereinigung.
Der Mann soll sich nicht bewegen oder stoßen, sondern die Frau mit seiner harten Männlichkeit ausfüllen, während er ihre Gesäßbacken anfasst und tief in sie eindringt, bis zur Wurzel seines Geschlechts. Die Shakti atmet tiefer hei dieser elektrisierenden Berührung ihres Gottes und stöhnt, wenn sie spürt, wie ihre Yoni ihn umschließt und antwortet, wie sie vor Empfindung feucht und eng wird. Wenn ihre Vagina sich zu bewegen und das Lingam des Mannes zu erfassen beginnt, wird eine tiefe Freude und Wonne ihren ganzen Körper und den seinen erfassen und durchdringen. Die Yoni wird sich zusammenziehen, öffnen und schließen, um mehr Wonne zu suchen, wie ein schnell saugender
Mund. Der Mann soll fühlen, dass er die Frau besitzt und gleichzeitig von ihr besessen wird.
Der Mann kann sein Ungarn ein wenig zurückziehen, um Raum zu schaffen für die Kontraktionen, mit denen die Frau ihn presst und zurück in ihre Tiefe lockt.
Schauen Sie ständig in das Gesicht Ihres Partners, um darin die tiefe Freude zu lesen.
In Bengal würde das Paar nicht sprechen oder lachen. In Ruhe und Schweigen können Mann und Frau jede Woge ihres warmen Fleisches um ihr Geschlecht spüren.
Es soll ein Zustand sein frei von jeder Anstrengung und Spannung. Nur das Innere ist bewegt. Das hämmernde Lingam ist tief drinnen in dem es umschließenden, zärtlichen und liebenden Yoni. Bleiben Sie so für ungefähr 30 Minuten zusammen liegen und stellen Sie sich vor, wie Ströme der Liebe zwischen Ihnen fließen. Ein Gefühl der Hitze wird aufsteigen und dort am stärksten sein, wo sich Ihre Genitalien treffen, so als ob sie miteinander verschmelzen wollten.
Spüren Sie eine Vorahnung des Wunders, das im nächsten Augenblick stattfinden wird. Lassen Sie alle Ängste fahren, und vergessen Sie sich selbst. Lassen Sie sich fallen. Lassen Sie sich fallen. Lassen Sie sich fallen.
Wenn das Maithuna seinen Höhepunkt erreicht, ziehen sich die Muskeln beider Körper unwillkürlich zusammen. Brennende Ströme von Feuer schießen durch Ihren Körper die Beine hinunter bis zu den Fußsohlen, hoch in die Arme und Finger, die Gesäßbacken erfassend, vorbei an den Brustwarzen bis hoch in das Gehirn. Ein plötzliches Gefühl von Ekstase überkommt Sie. Sie erschaudern, die Bewegung wird zu einem Blitz. Flammen überwältigen Sie und erleuchten Ihr Bewusstsein, auch die scheinbar unbedeutenderen Momente des Lebens fließen in eines zusammen. Tantriker beschreiben diesen Augenblick als die Vereinigung der aufsteigenden Kundalini oder die sexuelle Energie, die hochschießt, um sich mit Shiva oder dem Seelisch-Geistigen zu verbinden. Viele Yogis sprechen davon, ein großes Licht
wahrgenommen zu haben durchdringend wie ein Laserstrahl, so hell, dass es mit keinem anderen Licht verglichen werden könnte, und doch so vertraut, so vollkommen, so gewaltig, dass es jede bisherige Erfahrung aufhebt.
Dieser Augenblick ist jenseits aller Sinne, so, als ob eine unmittelbare tiefe Berührung mit der Wahrheit stattgefunden hätte. Es gibt keine Stimme, kein Bild, keine Vision, nur kosmische Gegenwart. Sie durchbrechen die Grenzen der Zeit und des Raumes, um teilzuhaben an der Ewigkeit. Es gibt keinen Unterschied zwischen den Wissenden, dem Wissen und dem Gewussten. Sie sind eins mit der Wahrheit, einer Wahrheit, die über allem Verstehen, über allen Begriffen liegt. Wahrheit, die zur Ordnung des Wissens gehört, aber mehr noch zur Ordnung der Liebe.
Sie fühlen, dass Sie, Ihr Partner und die ganze Welt der Herzschlag ein und desselben Organismus sind. Und es gibt keinen anderen. Das Selbst hebt sich auf, so dass Sie ein reines Gefäß für das Göttliche werden. Sie gehen auf in einer Unermesslichkeit von Freiheit und Jubel, in einem Königreich, das in unendlichem Feuer glüht. Sie betreten in heiterem Vertrauen Höhen, auf denen Sie, sprach- und atemlos geworden, den Pulsschlag des Universums fühlen.
Liebe entströmt Ihnen, als ob neue Quellen und Springbrunnen spiritueller Energie eröffnet worden wären.
Dem entzückten, vibrierenden Hochgefühl dieser Seligkeit folgt eine Empfindung, als wolle Ihr Selbst sich ausleeren. Spannung löst sich, die angestauten Kräfte fließen ab, und Sie erfahren den Frieden des Samadhi. Es gibt nichts, was diesen Frieden stören könnte. Sie sind nackt ausgezogen, enthüllt bis zur eigentlichen Substanz des Selbst, dem tiefsten Grund und der letzten Ursache des Seins. Sie haben das Ego aufgegeben, um es auf einer höheren Ebene wiederzufinden. Dann spüren Sie eine völlige Befreiung, Erlösung, Ruhe so, als ob Sie endlich an Ihr Ziel gekommen wären. Ihr Leben ist von Ewigkeit durchdrungen worden. Sehnsucht hat Erfüllung gefunden, und dies in höchster Intensität. Sie haben eine Tür geöffnet, die niemand schließen kann.
Bleiben Sie beisammen, das Lingam soll die Yoni so lange wie möglich berühren, damit Sie den sanften Austausch von Wärme und Energie genießen. Sie können wahrscheinlich nicht fühlen, wo der eine Körper aufhört und der andere beginnt, ob es Ihr Haar ist oder das des Partners, seine Haut oder die Ihre.
Wenn das Ritual vollendet ist, werden Sie das Königreich der Großen Seligkeit erfahren haben. Sie sollen, erfüllt von innerem Glanz, Liebe und Wärme ausstrahlend, von Ihrem Diamanten in Ihrem eigenen Wesen zurückkehren. Sie sollen Ihre innere Makellosigkeit und Lauterkeit bewusst erleben. Fehlt dieses Gefühl des Gereinigt- und Neubelebtseins, so ist das Ritual misslungen. Seien Sie geduldig und versuchen Sie es noch einmal.
Maithunas geistig-seelische Früchte sind Weisheit und Freiheit. Während des Rituals überschreitet der einzelne Zeit und Raum, um an der Ewigkeit teilzuhaben. Ihr Geist ist nicht länger von Logik und Verstand gefesselt. Wissen ist unmittelbar eingegeben und kommt aus dem Inneren. Sie erleben das, was die Griechen Ekstase nennen. Nach Maithuna haben Sie ein tiefes Verlangen, Ihr Leben zum Strahlungszentrum der Liebe zu machen. Diese Erfahrung führt zur »Selbst-Aufhebung«, zu Sicherheit und Reife. Durch das Aufgeben Ihres Ichs finden Sie ein stärkeres, tieferes Ich. Zurück bleibt das Gefühl und Wissen uni einen Mittelpunkt, in dem Sie leben können.
Denken Sie daran, dass die Beweggründe, dieses Ritual zu vollziehen, weder reines Pflichtbewusstsein noch sexuelle Besitzgier sein dürfen. Mystische Ekstase wird dem geschenkt, der es vermag, zu warten, sich zu öffnen und sich fallen zu lassen.
Bleiben Sie beisammen, das Lingam soll die Yoni so lange wie möglich berühren, damit Sie den sanften Austausch von Wärme und Energie genießen. Sie können wahrscheinlich nicht fühlen, wo der eine Körper aufhört und der andere beginnt, ob es Ihr Haar ist oder das des Partners, seine Haut oder die Ihre.
Wenn das Ritual vollendet ist, werden Sie das Königreich der Großen Seligkeit erfahren haben. Sie sollen, erfüllt von innerem Glanz, Liebe und Wärme ausstrahlend, von Ihrem Diamanten in Ihrem eigenen Wesen zurückkehren. Sie sollen Ihre innere Makellosigkeit und Lauterkeit bewusst erleben. Fehlt dieses Gefühl des Gereinigt- und Neubelebtseins, so ist das Ritual misslungen. Seien Sie geduldig und versuchen Sie es noch einmal.
Maithunas geistig-seelische Früchte sind Weisheit und Freiheit. Während des Rituals überschreitet der einzelne Zeit und Raum, um an der Ewigkeit teilzuhaben. Ihr Geist ist nicht länger von Logik und Verstand gefesselt. Wissen ist unmittelbar eingegeben und kommt aus dem Inneren. Sie erleben das, was die Griechen Ekstase nennen. Nach Maithuna haben Sie ein tiefes Verlangen, Ihr Leben zum Strahlungszentrum der Liebe zu machen. Diese Erfahrung führt zur »Selbst-Aufhebung«, zu Sicherheit und Reife. Durch das Aufgeben Ihres Ichs finden Sie ein stärkeres, tieferes Ich. Zurück bleibt das Gefühl und Wissen uni einen Mittelpunkt, in dem Sie leben können.
Denken Sie daran, dass die Beweggründe, dieses Ritual zu vollziehen, weder reines Pflichtbewusstsein noch sexuelle Besitzgier sein dürfen. Mystische Ekstase wird dem geschenkt, der es vermag, zu warten, sich zu öffnen und sich fallen zu lassen.








